2021 - Nach 28 Jahren verlässt Hafenleiter Jörg Krieger den Hafen – Nachfolger Gerhard Einhoff sind die Kaianlagen vertraut

Stabwechsel in der Leitung des Hanauer Mainhafens: Jörg Krieger verlässt die städtische Hanau Hafen GmbH (HHG) und wechselt zum 1. Juli zu einer Gesellschaft unter dem Dach der Duisburger Hafen AG – und damit zu einem der größten Binnenhäfen der Welt. Ihm folgt mit Gerhard Einhoff ein Fachmann, dem die Kaianlagen an Hafen- und Saarstraße vertraut sind. Oberbürgermeister Claus Kaminsky bedankt sich bei Krieger „für sein Wirken über bemerkenswert lange 28 Jahre, in denen unser Hafen stetig gewachsen ist“. Krieger habe mit dazu beigetragen, dass sich der Hafen „zum verlässlichen Gewinnbringer“ für die städtische  BeteiligungsHolding Hanau  als Konzernmutter entwickelt habe, so der HHG-Aufsichtsratsvorsitzende weiter. ...
HHG-Geschäftsführer Ewald Desch sieht den Weggang Kriegers einerseits „mit einem weinenden Auge“. Andererseits zeichne es den Hanauer Hafen aus, wenn dessen Leiter nach Duisburg-Ruhrort wechsele – und damit zu einer „Topadresse in der Hafenlogistik“.
Krieger wird in Duisburg für drei Containerterminals zuständig sein. Der 51-Jährige ist dort für 120 Beschäftigte verantwortlich. – Zum Vergleich: Die HHG hat fünf Mitarbeiter:innen. – Zu seinem Abschied aus Hanau sagt er: „Der Wechsel fällt mir nicht leicht. Aber ein so verlockendes Angebot wie das des Duisburger Hafens gibt es nur einmal im Berufsleben.“
Seinem Nachfolger Einhoff wünscht er ebenso wie OB Kaminsky und HHG-Geschäftsführer Ewald Desch alles Gute. Einhoff ist für Krieger und Desch kein Unbekannter, weil der 53-jährige Ilbenstädter von 2010 bis 2020 die Fuhrparkverwaltung bei der Raiffeisen Waren-Zentrale (RWZ) Rhein-Main eG im Hanauer Hafen leitete, ehe er Logistikleiter bei der Emil Frey Hessengarage GmbH in Hanau wurde. „Mit Einhoff als Insider wahren wir Kontinuität“, ist Desch sicher.
Einhoff ist gelernter Speditionskaufmann und war vor seinem Wechsel zur RWZ beim Karbener Büromöbelhersteller König & Neurath dort zuletzt jahrelang Leiter von Fuhrpark und Versandabteilung. „Was Logistik angeht, haben wir einen Kenner für die Weiterentwicklung unseres Hafens gewinnen können“, freut sich Desch.
Einhoff machte seine Ausbildung bei der Thyssen-Haniel-Logistic GmbH in Frankfurt. „Diese Zeit am Osthafen hat mich beruflich stark geprägt. Daher freue ich mich, wieder zu Schiffen, Zügen und Lastwagen zurückkehren zu können“, bekennt Einhoff.
Und worin vor allem sieht er seine Zukunftsaufgaben in der Hanauer Hafengesellschaft? „Zunächst gilt es Erhaltenes zu bewahren“, sagt er. Mit Blick auf den unmittelbaren HHG-Nachbarn Oiltanking sieht er es als „spannende Herausforderung an, wie die Marktentwicklung fossiler Brennstoffe vor dem Hintergrund klimapolitischer Zielsetzungen sein wird“. 
Als Mieterin bleibt Oiltanking der HHG auf deren Gelände ohnehin erhalten. Denn eine seiner letzten Amtshandlungen als Hafenleiter bestand für den scheinenden Jörg Krieger darin, den Vertrag mit dem Tanklager-Logistiker bis 2045 zu verlängern.

2021 - Linos Flaschenpost landet im Hanauer Hafen und zaubert ein Lächeln in die Gesichter

Im Hanauer Hafen kommen nicht nur Frachtschiffe an. Dieser Tage schwamm plötzlich auch eine Flasche mit erkennbarer Post im Wasser. Jan Habegger fischte sie neugierig aus dem Hafenbecken. Und der Mann von der städtischen Hafengesellschaft staunte nicht schlecht, dass der sechsjährige Lino eine Nachricht an Kinder und Flaschenpost-Finder hinterlassen hatte. „Abgeschickt“ am 8. April 2020 zwischen Niedersteinbach und Brücken im Kahlgrund. ...
Rund 14 Kilometer auf dem Main-Nebenfluss Kahl und weitere 10 Kilometer von dessen Mündung auf dem Main bis zum Hanauer Hafen hatte die Flaschenpost seither zurückgelegt. Ob Lino sich ausgemalt hat, wo seine Botschaft landen könnte, ist nicht überliefert. Er ließ seine Eltern auf dem Stück Papier in der Flasche notieren: „Jetzt bin ich gespannt, wie weit sie gekommen ist, und hoffe eine Antwort zu bekommen.“ Und weil die Corona-Pandemie seinerzeit schon Thema war, fügte er hinzu „Bleibt alle gesund!“
Natürlich erhielt Lino eine Antwort von der Hanau Hafen GmbH. Und mehr als das: ein Geschenkpaket bestehend aus Rucksack, Trinkflasche, Kulis, zwei Schlüsselbändern, Buntstiften und dem Ausmalbuch mit einer Geschichte von Hafen-Maskottchen Finn, der frechen Möwe.
Daraufhin habe der Sechsjährige in seinem Kindergarten „mit der tollen Geschichte alle beeindrucken können“, ließen seine Eltern Hafen-Mitarbeiterin Kirsten Seifarth per E-Mail wissen. Zugleich habe Lino gefragt, wann er sich denn mal ein genaueres Bild vom Hanauer Hafen machen könne – und sich bei der Gelegenheit detaillierter erzählen zu lassen, wie Hafenmeister Habegger die Flaschenpost entdeckt habe.Flaschenpost-3.2021
„Natürlich ist Lino herzlich zu einer Hafenbesichtigung eingeladen“, versichert Hafenleiter Jörg Krieger. Freunde und Verwandte könne er auch mitbringen. Das alles sei freilich erst wieder möglich, wenn der Corona-Lockdown vorbei sei.
Dass in der Pandemie solche Geschichten wie die mit der Flaschenpost eine willkommene Abwechslung sind, bringen die Eltern von Lino mit folgendem Satz in ihrer Mail an die Hanau Hafen GmbH zum Ausdruck: „Wir freuen uns, wenn wir in dieser außergewöhnlichen Zeit mit dieser außergewöhnlichen Geschichte ein Lächeln zaubern können.“

2021 - Hanauer Hafen trotzt der Corona-Krise: 4,6 Prozent mehr Umschlag im Jahr 2020

Mit 3,04 Millionen Tonnen hat die städtische Hanau Hafen GmbH im vergangenen Jahr 4,6 Prozent mehr Schiffs- und Bahnumschlag erzielt als 2019. „Es ist beeindruckend, wie krisenfest unser Mainhafen ist und sich während der Pandemie durchgängig als verlässlicher Versorger für die Region Rhein-Main gezeigt hat“, bilanziert Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Für die Stadt und ihre BeteiligungsHolding sei die Hafengesellschaft „seit Jahren eine verlässliche Gewinnkonstante“. ...
Der Umschlag 2020 teilt sich auf in 1,8 Millionen Tonnen auf den Schiffs- und 1,24 Millionen Tonnen auf den Bahnverkehr. Damit sind auf der Schiene 24 Prozent Zuwachs im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen, zu Wasser ein Rückgang von 5,7 Prozent.
Für Ewald Desch, Geschäftsführer der Hanau Hafen GmbH, erklärt sich dieser leichte Rückgang im Schiffsverkehr auch damit, dass im November und Dezember 2020 auf dem Rhein Niedrigwasser herrschte. Das habe sich eher unmerklich auf den Umschlag von Kali sowie Steine und Erden ausgewirkt. In beiden Fällen habe zugleich der Bahnverkehr zugenommen. Positiv zu Buche schlage darüber hinaus, das die Firma Rhenus als größte Hafenanliegerin 2020 zusätzlich Erdaushub und Baustellensand über Hanau abwickelte.
Durch die Wetterlage bedingt sieht Hafenleiter Jörg Krieger auch das Minus von 9,2 Prozent bei der Güterart Düngemittel. Er erklärt es so: „2020 war einfach allgemein gesehen zu trocken.“
Im Bereich Erdöle hat sich der Umschlag im vergangenen Jahr vom Schiff auf die Bahn verlagert, wobei die Gesamtmenge von 1,17 Millionen Tonnen fast gleichgeblieben ist. Der Schiffsanteil macht – mit 20 Prozent Rückgang – noch etwas mehr als die Hälfte der Gesamttonnage aus, während der Bahnanteil um 46 Prozent anstieg.
Die Mineralöl-Erzeugnisse liegen in der Hafen-Statistik für 2020 mit ihrem Gesamtumschlag weiterhin knapp hinter Kali mit 1,24 Millionen Tonnen. Es folgen – mit weitem Abstand – Steine und Erden (inklusive Baustoffe wie Zement) mit knapp 0,25 Millionen Tonnen sowie Sand/Kies/Splitt mit rund 0,21 Millionen Tonnen.
Freilich führte die Corona-Pandemie im Segment Erze und Metallabfälle auch zu einem Einbruch: Wurden 2019 noch 12.800 Tonnen umgeschlagen, waren es 2020 53 Prozent weniger. Hafenleiter Krieger führt das darauf zurück, „dass in vielen Werken Kurzarbeit herrschte“. Der Umschlag mit Roheisen kam im vorigen Jahr sogar völlig zum Erliegen.

Pressemitteilung 2020

4.9.2020- Neues Elektroauto Größe 166.9 kB
6.8.2020- Zweites Quartal 2020 positiv Größe 167.9 kB
16.4.2020- Umschlagsentwicklung in Corona-Phase Größe 167.9 kB

Pressemitteilung 2019

2.12.2019- Weihnachtsspende DLRG Größe 168.4 kB
30.9.2019-DLRG-Rettungsboot Größe 167.4 kB
15.4.20219 - Finn heißt die Möwe Größe 165.4 kB

Pressekontakt

Dominik Kuhn
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Dominik.Kuhn@bhg-hanau.de